
Auf Grund eines erhöhten Arbeitsaufkommen in der Academy gab es diese Woche eher wenig spannendes zu berichten. Am Montag präsentierte Robin in "Doing Business in Russia" die deutsche Geschichte unseren Mitstudentinnen aus den anderen Ländern und auch den Rest der Woche waren wir sehr eingespannt.

Am Donnerstag besuchten wir dann mit unserem Russischkurs das ehemalige Wohnhaus von Leo Tolstoy, wo dieser einige seiner großen Werke verfasst hat. Besonders beeindrucken fand ich die Vorstellung, dass in einem eher kleinen Haus Tolstoy mit seiner Frau und einem Großteil seiner 13 Kindern + einigen Bediensteten zusammenlebte. Viel Platz für Privatsphäre gab es dort sicherlich nicht.

Am Donnerstag Abend beschlossen wir die Classic Europe Student Party im Club "London" zu besuchen. Also kurzfristig mit Karten im VVK für 350 Rubel (~7€) eingedeckt und mit ca. 40 anderen Exchange-Students auf den Weg zum Club gemacht. Dort angekommen wartete gleiche eine böse Überraschung in einer langen Schlange, in die wir uns trotz bereits vorhandener Karten einordnen dürfen. Da die Russen bekanntlich die Meister im Vordrängeln sind, dauerte es gute 30 Minuten bis wir endlich in den Club eintreten konnten. Leider waren im nett eingerichteten Club, mit englischen Telefonzellen und Regenschirmen an der Decke, keine Plätze an der Garderobe mehr frei.

Also hieß es auch hier erstmal warten. Im Anschluss entwickelte sich trotzdem eine sehr ausgelassene Stimmung unter den anwesenden Studenten. Extrem auffällig bei dieser Party waren einerseits der niedrige Altersdurchschnitt und der extreme Überschuss an russischen Frauen. Ich weiss nicht, ob die Männer hier einfach nicht feiern gehen oder nur an der Bar stehen :). Die Musik bewegte sich wieder im üblichen Elektrobereich. Leider wechselten über den Abend verteilt zwar öfters die Djs, die aufgelegten Platten blieben aber die gleichen und somit traten häufige Wiederholungen auf. Nichtsdestotrotz war es ein durchaus lustiger Abend und Robin und ich traten mit der ersten Metro den Rückweg ins Wohnheim an, während Sandra & Marc bereits vorher ins angrenzende Cofe-Haus gewechselt waren und ein wenig nach uns eintrafen.
Zum unserem Glück war die "Corporate Finance" Vorlesung abgesagt und wir konnten uns ausschlafen. Den Freitag danach nutzten wir hauptsächlich zur Generation und einer netten Kochrunde am Abend. Bei einer Runde durch das Lebensmittelgeschäft fiel Marc der für unsere Verhältnisse extrem niedrige Preis für Rinderfilet auf. Also schritt er gleich zur Tat und bereite uns ein köstliches Mahl. Vielen Dank nochmal dafür :)

Am Samstag stand für Robin und mich ein Ausflug in den Gorky Park an. Meine bisherigen Kenntnisse über diesen Park bestanden bisher aus dem bekannten Songs der Scorpions. Tatsächlich handelt es sich hierbei um eine Kombination aus Vergnüngungspark und Kirmes. Es gibt einerseits die Möglichkeit den Park für 20 Rubel zu besuchen und dann gegebenfalls für die Fahrgeschäfte einzeln zu bezahlen oder für 1500 Rubel gleich eine Flatrate zu buchen. Da die Preise für die einzelnen Attraktionen jenseits von Gut und Böse liegen, entschieden wir uns für die letztere Alternative. Bei den Angeboten im Park handelt es sich zum Großteil um Produktionen, die auch alle auf deutschen Jahrmärkten zu bestaunen war. Es gab zum Beispiel die bekannte EuroStar-Achternbahn, den Big-Ben- Freefalltower und den Break-Dance. Nachdem wir bereits befürchteten, der Park wäre auf Grund des schlechten Wetters geschlossen, hatten wir im sogar eher Glück.

Die Wartezeit an den einzelnen Stationen war durch die niedrigen Besucherzahlen gleich 0 und wir konnten somit ordentlich Gas geben. Nach ca. 7 Stunden rauf, runter, Salto und Schraube hatten wir dann auch genug und ließen zum Ausklingen des Abends in einem russischen Restaurant nieder. Dort ließen wir es uns mit Blinies und anderen russischen Spezialitäten gut gehen.
Für die nächste Woche haben wir noch keine Planungen getroffen, am 10.10. findet allerdings das Länderspiel Russland - Deutschland statt und wir werden uns langsam mal auf die Suche nach Tickets machen.
Bis Bald ....
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