Der Russischunterricht bestand heute nicht nur aus dem Erlernen des russischen Akkusativ und neuem Vokabular sondern zur Freude aller Kursteilnehmer einer Exkursion ins Stadtzentrum. Deren didaktischer Sinn war uns zwar allen nicht schlüssig, letztendlich haben wir jedoch einige interessante Dinge gesehen.
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Die Straße Richtung Norden, Twerskaja Uliza, war letztendlich so, wie ich mir die Innenstadt von Moskau vorgestellt habe: Alte und schöne Prachtbauten, in der sich die teuersten Hotels befinden, und dazwischen eine sechsspurige Straße mit dicken Autos :-) Auf dem Foto zu sehen ist das Ritz-Carlton (laut Reiseführer das teuerste Hotel Moskaus), das uns vor allem wegen seiner "O2 Lounge" auf dem Dach interessiert. Der atemberaubende Blick über den Kreml sollen ja angeblich die horrenden Preise (1 Sushi ab ca. 10 Euro) wettmachen ;-)
Dass die Locations auch in den Seitenstraßen nicht günstiger werden, sah man vor allem an den davor parkenden Autos. Die haben uns Jungs eigentlich am meisten interessiert ;-) Auf der Straße Tretjakowski Projesd finden sich dann die teuersten Geschäfte Moskaus. Hier kann zum Smoking oder Abendkleid direkt der passende Maserati mitgekauft werden.
Weiter ging es (übrigens dann ohne Dozenten) in Richtung Roter Platz. Eigentlich die Sehenswürdigkeit Moskaus ("Das Herz Russlands"), die man zu erst besucht. Jedoch war er bis vor kurzem wegen öffentlichen Veranstaltungen gesperrt. Heute jedoch war es endlich soweit. Unmittelbar vor dem Eingang ("Auferstehungstor") befindet sich der Straßennullkilometer, markiert durch eine Bronzeplatte im Pflaster. Diese Platte diente früher als Ausgangspunkte zur Ermittlung der Entfernung zwischen russischen Städten. Ein wiederbelebter Brauch (vor allem bei Touristen beliebt) ist es, sich auf die Bronzeplatte zu stellen, und ein paar Münzen hinter sich zu werfen. Laut Reiseführer sollte man sich vorher etwas wünschen, laut Robin wird man durch diesen Brauch irgendwann noch einmal nach Russland zurückkehren. Welche Quelle ihr für glaubwürdiger haltet, könnt ihr Leser entscheiden ;-)
Durch das Auferstehungstor gelangt man unmittelbar auf den Roten Platz. Rechts der Kreml, links das architektonisch sehr beeindruckende Kaufhaus GYM (ausgesprochen "GUM"), und am anderen Ende die Basilius-Kathedrale, DAS Wahrzeichen Moskaus. Wie wir in der Vorlesung "Doing Business in Russia" gelernt haben, steht jeder der Türme für einen Sieg der russischen Armee zur Zeit Iwans des Großen. Eigentlich kann kein Foto die Farbenpracht dieser Kathedrale wiedergeben, aber wir haben es trotzdem versucht:
Im GYM findet sich wieder alles für die Reichen und Schönen Moskaus, aber auch für Architekturfans: Drei Arkadengänge werden von riesigen Glaskuppeln gekrönt. Sehr toll fanden wir, dass bei allen teuren Modegeschäften es auch normalpreisige Cafes gab, in denen wir uns einen kleinen Snack gönnten. Ebenso toll war ein russischer Supermarkt, der einen an ein altes, sehr gut sortiertes Lebensmittelgeschäft erinnerte. Hier fanden wir auch sehr europäisch aussehendes Toastbrot, das wir uns für das morgige Frühstück kauften. Leider gab es hiervon keine Fotos, denn direkt als ich meine Kamera rausholte, bat mich ein Wachmann höflich, diese wieder einzustecken ;-) Das GYM werden wir bestimmt wieder besuchen (ich möchte unbedingt mal in das Emporio Armani Cafe ^^).
Mit dem GYM endete auch schon unsere Tour, denn um 20 Uhr erwartete uns Simon mit einem selbstgemachten Nudelauflauf im Wohnheim. Hier nochmal ein Compliment du Chèf für dieses leckere Abendessen :-D
So, für heute sind es dann auch genug der Worte, bis zum nächsten Mal!
Wow, da habt ihr ja einiges erlebt. von wegen die russisch vorlesungen sind so anstrengend ;) ich will auch ins GYM!!!!
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