Sonntag, 13. September 2009

Moscow Never Sleeps

Nachdem wir die letzte Woche ohne besondere Vorkommnisse hinter uns bringen konnten, standt am Samstag das so gennante "Welcome-Game" im Wohnheim statt. Hierbei wurden die Studenten in mehrere Gruppen aufgeteilt und mussten in verschiedenen Spielen ihr Geschick unter Beweis stellen. Die Aufgaben waren alle recht spaßig, so mussten wir z.B. russische Zungenbrecher vortragen, ein Ei fallsicher verpacken oder einen Tee auf eher besondere Weise zubereiten (s.o.). Allerdings wurde mir das Bewertungskriterium, mit dem der Sieger gekürt werden sollte, nicht ganz deutlich.

Unser Team bestand, neben den 410er Apartment Bewohner, noch aus Astrid, Maxime und Audrey (Frankreich), Sunny (Singapur) und Pia & Maxim (Mannheim). Nach gut 90 Minuten Spielzeit und einigen Lachern wurde das Ergebnis bekannt geben. Am Ende konnte unsere Gruppenführerin Alexandra stolz auf uns sein, da wir einen akzeptablen ersten Platz belegten. Als Preis erhielten wir ein schönes Plakat (siehe Foto) welches bis auf Weiteres den Gemeinschaftsraum schmückt.

Nach einer Pause setzte sich eine größere Gruppe in Bewegung in Richtung Fabrique, wo der Abend dann seinen Höhepunkt erreichen sollte. Leider war unseren russischen Begleitungen der Weg zum Club nicht bekannt und wir kamen noch zu einer unfreiwilligen Wanderung durch die Moskauer Innenstadt. Auf diese Weise bekamen wir endlich mal die Basilius-Kathedrale in voller Geltung zu Gesicht. Ich war von der Ansicht dieses Gebäudes sehr beeindruckt und ich kann mich nicht daran erinnern bereits etwas ähnliches gesehen zu haben.
Als wir endlich am Club ankamen machte uns die "Face-Control" leider einen Strich durch die Abendplanung, da größere Gruppen in den Clubs nicht erwünscht sind. Eine angemessene Entschädigung in Sachen Unterhaltung ließ dafür nicht lange auf sich warten.
Der Weg zum Ausweichclub wurde nämlich in diversen privaten Taxis durchgeführt. Auf Grund einer denkwürdigen Sitzplatzverteilung wurde ein alter Lade mit 6 Leuten (+ Fahrer) beladen und es ging quer durch Moskau zu nächsten Club. Das nicht genug Anschnaller für die Insassen vorhanden waren spielt in Russland keine wirkliche Rolle, weil Anschnallen als ein Misstrauen in die Fahrtkünste des Wagenführers und somit als Beleidigung gedeutet wird. Sämtliche Sorgen erwiesen sich auch als unbegründet und wir kamen ohne nennenswerte Schäden am Club "Circus" an. Der Name war dann auch insofern Programm, als dass wir als einzige Gäste einen Eintritt von 400 Rubel bezahlen durften. Auch die Getränkepreise waren nicht gerade ohne, da z.B. ein 0.2 Wasser 200 Rubel kostete. Clubbesuche in Moskau sind definitiv kein günstiges Vergnügen. Der Club selbst war eher unspektakulär und das Publikum zum Teil eher gewöhnungsbedürftig. Lediglich die Gogo-Tänzerin hätten den erhobenen Eintrittspreis rechtfertigen können. Bei eher mittelmäßiger House-Musik (hab ich mir sagen lassen :)) feierten wir bis zur Inbetriebnahme der Metro und fuhren danach erschöpft zurück ins Wohnheim. Den Club werden wir wohl erstmal nicht wieder besuchen, aber es gibt in Moskau sicherlich einige Alternativen.


Am nächsten Wochenende steht unter Anderem der Ausflug "Moscow by Night" und das Derby zwischen ZSKA und Dynamo Moskau auf dem Plan. Also schaut bald wieder rein ...

Zum Ende wie immer ein paar Bilder:







4 Kommentare:

  1. mehr fotos von gogo-tänzerinnen bitte :D

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  2. fordert Stefan...ausm Russischkurs bei Albina

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  3. Face-Control:
    "Große Gruppen unerwünscht"....haha, lieber Simon. Nette Umschreibung ;-)

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